Dienstag, 17. März 2015

Santiago de Chile

Das Wiedersehen mit Mami war eine Freude! Todmüde aber glücklich erreichten wir ca. um zwei Uhr morgens unser Bed&Breakfast. Nach einer Runde Schlaf erwartete uns ein einfaches aber sehr leckeres Frühstück, und kurze Zeit später gabs schon das nächste Wiedersehen: mit Martu und Vale aus Buenos Aires :) Wir würden zu viert ein Frauenwochenende in Santiago verbringen.

                                     

Am ersten Tag schlenderten wir eine ganze Weile durch die Stadt und sahen uns die Plaza de Armas, die Kathedrale, das Museum Precolombino und das Museo de la Memoria y de los Derechos Humanos an. Letzteres handelte von der Diktatur Pinochets und war unglaublich eindrücklich! K.O von so vielen Eindrücken gönnten wir uns ein Taxi, das sogleich im berühmten Stau Santiagos (genannt "El Taco") stecken blieb.

       
    
Znacht gabs im Patio Bellavista, gleichnamig wie unser Quartier. Was wir noch nicht wussten: wir assen am Schluss jedes mal im Patio zu Abend, aber immer in einem anderen Restaurant. Der Mensch ist halt ein Gewohnheitstier.

Am Tag zwei gings den Hügel hinauf bis zur Virgen, eine schweisstreibende Angelegenheit... Zur Belohnung gabs ein Peruanisches Ceviche (quasi ein Salat aus rohem Fisch) - Mampf! Danach besichtigten wir noch die Chascona, ein Haus Pablo Nerudas. Dies war sehr interessant und ich sage vermutlich zum ersten Mal in meinem Leben: der Audioguide war top!

                                       
 
Irgendwo zwischendrin gabs leider auch noch eine schlechte Nachricht. In Valparaíso wurde wegen Waldbränden den Notstand ausgerufen, womit unser Ausflug an den Strand ins Wasser viel. Oder vielleicht eher verbrannte, aber naja. So entschieden wir uns, noch in Santiago zu bleiben.
Der Sonntag begann in einem ruhigen Quartierbummel, bis wir zum Markt kamen, der eher einem Wespennest glich. Schliesslich begaben wir uns (nach einem Kaffee auf dem Dach des noblen Hotel W) auf eine Shoppingtour. Ich war ausserordentlich erfolgreich und fragte mich, wie ich die ganzen neuen Kleider auch noch in meinen Rucksack kriegen sollte. Klappte aber Glücklicherweise.

       

Am Montag besuchten wir eine weitere Ausstellung von Yayoi Kusama. Die war Hammer!
Abends verabschiedeten wir unsere Freundinnen und Mami und ich machten uns auf den Weg, noch ein Bisschen Sport zu treiben :)

                                   

                                    

  

Freitag, 13. März 2015

Probier's mal mit Gemütlichkeit

5. März

Nach den vier Tagen im Zelt waren nun etwas komfortablere Tage angesagt. Zum ersten Mal würden wir an einem Ort mehr als eine Nacht verbringen - in diesem Fall sogar ganze vier. Der Morgen war ganz gemütlich, den grössten Teil davon verschlief ich ehrlich gesagt. Dann gingen wir Mittagessen (die besten Tamales der Stadt) und gönnten uns eine heisse Schokolade im Qucharitas, meiner super Café-Entdeckung :)
Am Nachmittag war dann ein Ausritt angesagt - liebe Pferde und wunderschöne Landschaft. Leider fühlte ich danach meine Sitzknochen danach empfindlich...

       

6. März

Nach dem sehr entspannten Pferdeausritt war dieser Tag ein wenig actiongeladener: River Rafting war an der Reihe! Die Crew sagte, für die "crazier people" wäre ein Platz vorne im Boot geeignet, drei Mal dürft ihr raten wo ich sass ;) 

      

Top ausgerüstet stürzten wir uns in die Fluten. Etwa zwei Stunden dauerte der Spass bis wir pitschnass und völlig durchgefroren am Ziel ankamen - aber alle guter Laune und glücklich, selbst die grössten Schnellen schadlos überstanden zu haben.

Nach einer kurzen Pause gings dann auch schon wieder weiter im Text: da wir am nächsten Morgen nichts vorhatten, hauten wir im cusqueñer Nachtleben auf den Putz, was für ein Vergnügen!
Und an diesem Abend zeigte sich wieder einmal, wie klein die Welt ist - ich traf per Zufall einen Kollegen aus dem Gymi!

7. März

Das Heimkommen nach dem Ausgang zählt eigentlich schon zu diesem Tag... Einige wenige Stunden später stand ich aber wieder auf, um noch den letzten Tag in Cusco zu geniessen. Dies taten wir auch in vollen Zügen, vom Früchtemarkt über den Kilometer 0 des Inkatrails bis zum letzten der berühmten Tamales!

8. März

Die Reise geht weiter! Gut sieben Stunden per Bus sind es von Cusco nach Puno, der grössten Stadt am Titicacasee. Nach der Ankunft taten wir nicht mehr viel, denn obwohl man während einer Busfahrt eigentlich nichts anderes macht als rumsitzen, ist man am Ende komischerweise trotzdem müde...

       


9. März

Gut ausgeschlafen konnten wir uns also aufmachen, einen kleinen Teil des riesigen Sees kennenzulernen. In Veloartigen Gefährten wurden wir an den Hafen chauffiert, wo schon unser Boot auf uns wartete. Nach einer etwa halbstündigen Fahrt erreichten wir unser erstes Zwischenziel, die Uros. Das sind menschengefertigte Inseln, auf denen 2-5 Familien auf engsten Raum zusammenleben.

        


Der zweite Schritt war Taquile (Nein, nicht Tequila) Island. Diese Insel ist ungefähr 10 Quadratkilometer gross und alles erinnert sehr an ein Dorf in Südeuropa, bis auf die traditionelle Kleidung - ein wunderschöner Ort! Auch das Essen war lecker, wir bekamen frischen gebratenen Fisch :)

... Chico war unser Endziel. Dort würden wir eine Nacht bei einer einheimischen Familie verbringen. Doch zuerst Stand ein Fussballmatch an: Gringos gegen Locals! Es war ein Riesenspass, auch wenn die über 3800m.ü.M. uns Gästen etwas zu schaffen machten. (Und ja, auch Jungs von Peru sind überrascht, wenn Mädchen Fussball spielen können) Nach der Partie, die wir leider verloren, ging es weiter mit einer Einführung in einen traditionellen Tanz. Das komplizierteste daran war ehrlich gesagt die Kleidung - drei Röcke übereinander, Gurt, Jäckchen, Tuch, Hut und Pompons - gefühlte 10kg mehr!

       

       


10. März

Nach einem leckeren Frühstück bestehend aus Quinoabrot und Ei machten wir uns an die Arbeit: Schafe auf die Weide treiben und anbinden war angesagt, gefolgt von Kartoffeln aus der Erde holen (wess da jemand den Fachbegriff?). Zweiteres war also sehr anstrengend, und nach kurzer Zeit hatte ich Blasen an den Händen und einen schmerzenden Rücken. Da kam ein Spaziergang zu einem Aussichtspunkt gerade recht. Und die Sicht war spektakulär!

     


Nach dem Mittag gings dann wieder Richtung Puno, wobei ein Sprung in den See natürlich nicht fehlen durfte - huiuiui war das kalt! 
In Puno war einmal mehr Champions League angesagt, bevor wir dann zu unser verdienten Dusche kamen.
Dann war es Zeit für unser letztes gemeinsames Abendessen in Peru, begleitet von erstaunlich guten traditionellen Tänzen und einem noch besseren Pisco Sour.

11. März

Grauenhaft früh machten wir uns auf den Weg zur Busstation. Noch halb schlafend packte ich meine Siebensachen und der Bus holperte los Richtung Bolivien. An der Grenze hatten wir einige Probleme, denn die Bolivianer wollten den Südafrikaner unserer Gruppe nicht wirklich einreisen lassen... Aber schlussendlich haben wir es doch geschafft und alle kamen heil in La Paz an.

       

12. März - Goodbye g adventure!

Nach einem leider mittelmässigen Frühstück war eine City Tour an der Reihe - Altstadt, Aussichtspunkt, Gondel, Valle de La Luna - das gab ein guter Eindruck der Stadt :)

       

       

       
  
       

...und dann war es auch schon wieder vorbei. Marcella, meine Zimmergenossin und ich verabschiedeten uns vom Rest und nahmen ein Taxi an den Flughafen. Ciao Bolivia, Ciao Peru, nos vemos g adventures!

Einige Stunden später war es dann so weit: Wiedersehen mit MAMI !! :D

Samstag, 7. März 2015

El Camino Inka

Wie üblich vergeht die Zeit unglaublich schnell, und so bleiben mir doch tatsächlich nur noch wenige Tage im schönen Peru!
Den Blog über den zweiten Teil meiner Reise möchte ich mit einem Nachtrag zum 26. Februar beginnen: gebratenes Meerschweinchen ist abgehakt. Und gehört definitiv nicht zu meinen Leibspeisen, auch wenn das sezieren des Schädels meiner biologischen Seite Spass gemacht hat. ;)

27. Februar

Grauenhaft früh klingelte an diesem Morgen der Wecker, denn wir mussten um 6 Uhr am Flughafen sein. Von dem sehr kurzen Flug von Arequipa nach Cusco habe ich leider nicht viel mitbekommen, ich konnte mich beim besten Willen nicht wach halten. Dafür passte ich danach gut auf, als wir durch die Stadt zu unserem Hotel fuhren - Cusco hat bei weitem die schönste Altstadt auf dieser Reise!

                                       
   

Wir verbrachten den ganzen Tag in der Stadt, bis wir uns wieder im Hotel einfanden. Grund: Briefing für den Inka Trail! Wir bekamen unseren duffel bag (eine Extratasche) und einige Instruktionen wie das ganze ablaufen wird und so weiter und so fort. Das Meeting wurde übrigens von unserem Inka Trail Guide namens Max geleitet.

28. Februar

Morgens wurden alle Taschen gewogen und wir machten uns auf den Weg nach Ollantaytambo, wo wir unsere letzte Nacht vor dem Inkatrail verbringen würden. Auf dem Weg besichtigten wir noch einige Inkastätten, die gibt es hier in der Gegend wie Sand am Meer. Ein weiteres Highlight war das Mittagessen - ein Fünfgänger peruanischer Köstlichkeiten! 
In Ollantaytambo besichtigten wir eine weitere Inkastätte und danach war ziemlich schnell Bettzeit, denn das Dorf war ohne Strom und somit stockfinster (mit Stirnlampe aufs WC und so).

1. März

       

Start Inka Trail! Fit und munter und mit einer grossen Portion PMA (positive mental attitude) begann unsere Gruppe das viertägige Abenteuer. Der erste Tag war locker, wir mussten gerade mal 150 Höhenmeter verteilt auf ca. 10km hinter uns bringen. Die Stimmung war gut und wir hatten ein perfektes Timing, denn gerade als wir ins Lunch Zelt kamen begann es zu regnen. Das Mittagessen war auch die grösste Überraschung an diesem Tag - ein Dreigänger! Und das sollte die ganze Zeit über so bleiben. Frühstück, drei Gänge über Mittag, Teatime und Suppe und Hauptgang zum Abendessen. Wir waren also ständig am essen, denn ich habe vergessen zu erwähnen, dass wir auch ein Znüni bekamen.
Es war allgemein alles sehr komfortabel, denn die Träger machten alles für uns! während wir mickrige 4-6kg trugen (und die meisten waren damit voll ausgelastet), rannten die Träger den ganzen Weg mit riesigen Rucksäcken von ca. 25kg. Und wenn wir ankamen, war immer alles aufgestellt und sie applaudierten für uns - was ironisch war, denn meiner Meinung nach sollte es umgekehrt sein.

     
 
2. März

Von Wayllabamba (dem ersten Campingspot) aus begannen wir den zweiten und härtesten Tag. Bis zum sogenannten Death Woman Pass waren es über 1000 Höhenmeter, die einige der Touristen an ihre Grenzen brachten. Ich für meinen Teil lief zur Hochform auf und genoss den schweisstreibenden Aufstieg in vollen Zügen! Der Nachteil war, dass ich im gesamten über 2 Stunden auf den Rest der Gruppe wartete (und es war sehr kalt). Doch gesamthaft war es echt toll, insbesondere das Gefühl, bei 4215m.ü.M anzukommen.

         

Nach dem Abstieg zur nächsten Übernachtungsstelle auf 3600m.ü.M lief der Abend wieder ungefähr geich ab - Essen, Dunkelheit, Bett. Und diese Nacht war im Vergleich zur vorherigen ausserordentlich kühl, um nicht zu sagen eiskalt.

3. März

Weiter im Text, rauf auf den zweithöchsten Pass und von dort sehr weit runter und rüber, bis wir durch Nebel und Regen zu unserem Lunchspot kamen. von dort rannten Sophie (das andere Mädchen auf dem Bild von oben) den ganzen Weg runnter - alles Treppenstufen, total über 5000. Wir hatten das Glück bei schönem Wetter und wunderbarer Aussicht auf die anderen warten zu können.

                                          

       
  
4. März

Wake Up Call at 3.30 am. Danach Schlange stehen am Checkpoint, dem letzten vor Machu Picchu. Innerhalb einer knappen Stunde erreichten wir das berühmte Sun Gate, von dem man einen kompletten Überblick über die Inkastadt hat. Zumindest theoretisch. Unsere Aussicht war die Folgende:

     

Doch zum Glück wurde das Wetter besser als wir in Machu Picchu ankamen - strahlende Sonne!

                                            
  
Nach der Besichtigung war das nächste grosse Ziel eine Dusche. Doch zuerst mussten wir mit dem Bus nach Aguas Calientes, wo wir uns verpflegten, dann mit dem langsamsten Zug der Welt nach Ollantaytambo und von dort zurück nach Cusco. Richtige Klos und eine heisse Dusche sind etwas tolles!

Donnerstag, 26. Februar 2015

Peru Tag 1-7

20. Februar

Nachdem ich den Morgen zum grössten Teil mit Packen und ähnlichem verbracht hatte, war es nach dem Mittag soweit - ich machte mich auf den Weg zum Flughafen. Es war schon ein komisches Gefühl, Quito hinter mir zu lassen... 
Am Flughafen machte ich eine ausserordentlich glückliche Bekanntschaft mit einem Mensch, der für easytaxi arbeitet. (Eine App, mit der man unter anderem in Peru Taxis orten und bestellen kann, die sicherer sind) Er flog auch nach Lima und nahm mich mit einem solchen Taxi mit - gratis! Auf dem Weg hatte ich quasi noch eine Stadtführung by night, ein perfekter Start also. Im Hotel angekommen gings ab in die Heia.

21. Februar

Mit Marcella, meiner Zimmergenossin ging ich frühstücken und noch ein Bisschen rumlaufen in Lima.  Nach und nach hatte ich auch die anderen Personen der Gruppe kennengelernt - 10 Leute aus England, Schweden, Australien, Kanada, Südafrika plus Guide plus Ich. Auch hier habe ich Glück, es verstehen sich eigentlich alle prima!
Um 12 Uhr war Aufbruch richtung Paracas, etwa 5 Stunden im Bus. Paracas liegt am Meer und dementsprechend leckere Meeresfrüchte gabs zum Abendessen!

     
 
22. Februar

Nach relativ wenig Schlaf standen wir um 6.30 auf, um eine Tour zu den Islas Ballestas (auch Baby Galapagos genannt) zu machen. Dort sahen wir Hunderte von verschiedenen Vögeln und Seelöwen und ein Pinguin - es war echt faszinierend, auch wenn die vielen Leute und der strenge Geruch etwas gewöhnungsbedürftig waren.

       

Kaum von der Tour zurück gings auch schon weiter nach Pisco. Und wie der Name schon sagt, besuchten wir eine Pisco-Produktionsstätte, wo wir erfuhren, wie Pisco hergestellt wird und auch wie er schmeckt ;)

Um 14 Uhr erreichten wir die Oase Huacachina, die definitiv ein Highlight war: wir konnten Sandboarding machen! Und in einem sogenannten Buggy auf den Dünen rumrasen (also der Fahrer raste und wir schauten, dass wir schadlos davonkamen, war ein echtes Erlebnis)

        
 
Danach hatten wir Sand wortwörtlich überall, und das einzige, was ich noch denken konnte war: DUSCHE! Diese erreichten wir nach zwei weiteren Stopps (einmal Aussicht und einmal Nazca Lines) in unserem Hotel in Nazca - es war eine Wohltat!

        

Der ziemlich lange Tag endete mit einem leckeren Hühnchen und einem Gläschen Wein am Pool - das sich dann auf magische Weise bis 3 Uhr morgens hinzog.

23. Februar

Da ich mich gegen einen Flug über die Nazca Lines entschied, hatten wir gemütlich Zeit, um zu frühstücken, einige Zeit im Pool zu verbringen und Nazca ein bisschen zu erkunden. Dann besuchten wir eine Töpferei, die noch wie vor 2000 Jahren arbeitet und ein Nazca Friedhof mit originalen Mumien. Das ganze war sehr mystisch, insbesondere weil wir gerade noch in einen mittleren Sandsturm gerieten (das zweite Mal voller Sand in zwei  Tagen war eine bisschen oft für meinen Geschmack). Zurück im Hotel hatten wir noch die Gelegenheit für eine Katzenwäsche, bevor wir Abendessen gingen und gleichzeitig den Geburtstag der Kanadierin feierten. Die Nacht verbrachten wir im Bus nach Arequipa - der ersten Stadt in den Anden auf dieser Reise.

24. Februar

Die Nacht im Bus war besser als erwartet, und so erreichte ich Arequipa ziemlich wach. Nachdem wir unser Gepäck im Hostel abgegeben hatten, machten wir eine kleine Runde zum wichtigsten Platz und genossen dann unser Frühstück! Weiter gings mit einem Besuch des lokalen Markts.

                                       

Der Südafrikaner und ich beschlossen danach nicht sofort ins Hostel zurück zu gehen, sondern noch ein Bisschen die Stadt zu erkunden und ein Inkamuseum zu besuchen, welches dank einer sehr guten Führung echt spannend war. Nach einer Dusche gings dann schon wieder weiter mit einer Walking Tour, die auch super war, insbesondere das Minimuseum über die Verarbeitung von Alpaca, Lama und Vicuña-Fasern. Zum Abendessen gab es das typische Gericht Rocoto Relleno - scharfe Paprika gefüllt mit Fleisch, Oliven und einer leckeren Sauce mit käseüberbackenen Kartoffeln. Um das wieder loszuwerden gingen wir noch eine Weile tanzen - das war echt lustig!

25. Februar

Morgens lernten wir unseren Guide für die nächsten zwei Tage kennen - ein lustiger Peruaner namens Willo. Wir machten uns im Minivan auf den Weg durch die Anden, wo wir aus nächster Nähe Vicuñas, Alpacas und Lamas bewundern konnten. Dabei passierten wir auch eine Stelle von über 4900m.ü.M!

        

        

Im Colca Tal angekommen, gönnten wir uns eine Runde Aguas Calientes, die wirklich sehr heiss waren! An diesem Abend war früh zu Bett gehen angesagt, denn wir mussten früh raus am nächsten Morgen...

26. Februar

6.00 Frühstück, halbe Stunde später Abfahrt zum Cruz del Condor - und wir hatten Glück! Wir konnten nicht nur die atemberaubende Landschaft geniessen, sondern auch ein Kondor beobachten!

       
  
       
 
Das war echt faszinierend! Dieser majestätische Vogel von ca. 3m Spannweite segelte in aller Ruhe über unsere Köpfe hinweg. Glücklich und zufrieden nahmen wir also den Weg zurück nach Arequipa in den Angriff, wo drei von uns ohne zu zögern das nächste Irish Pub aufsuchten und uns ein Champions League Spiel ansahen ;)

Nun und hier bin ich frisch geduscht und schon fast parat, um die heutigen zwei Geburtstage unserer Gruppe zu feiern. Teil eins meiner Perureise: TOP!

Donnerstag, 19. Februar 2015

Quito - Was sonst noch geschah

Auch wenn es kaum zu glauben ist - mir bleibt gerade mal noch eine Nacht hier in Quito! Die Zeit scheint zu fliegen... Es kommt mir vor, als sei ich erst gerade angekommen und nun muss ich schon wieder gehen, mich verabschieden von der Stadt, der Familie, der Fundación mit den Kindern und den Leiterinnen :( Obwohl ich nur ein Monat hier war, fühle ich mich hier wie zuhause, und der Abschied wird mir nicht leicht fallen!

Die meiste Zeit verbrachte ich in Quito, düste mit Rici (Sohn der Leiterin der Fundación) auf seinem Motorrad in der Stadt herum und probierte viele Köstlichkeiten der ecuatorianischen Küche. Dazu gehören Empanadas de Viento (hat ähnlichkeit mit einem mit Käse gefüllten Fasnachtschüechli), Bolon de Verde con Queso (eine frittierte Masse des "Verde", einer grünen Banane die nicht nach Banane schmeckt, gefüllt mit Käse), Patacones (zerdrückte Stücke des Verde, serviert mit Salz und Zitrone), Tostado (gerösteter Mais, superleckerschmecker), Quimbolitos (Masse aus Maismehl mit Rosinen, im Maisblatt gedünstet) und noch vieles mehr...!

Eine der besten Aussichten über Quito hat man von der Virgen del Panecillo, die von ihrem Sockel aus die Stadt beschützt.

     

                                         

       


Doch ich schaffte es auch das eine oder andere Mal aus Quito heraus, wenn auch nicht allzu oft. Das erste Mal war, als ich mit Rici zur Mitad del Mundo fuhr. Dort steht das Monument, wo die Franzosen seinerzeit den Verlauf des Äquator bestimmten. In Wahrheit liegt er etwas ausserhalb, aber da das Monument schon stand, beliess man es dabei. Der Ort hat wahrhaftig etwas magisches, ganz abgesehen davon, dass man in den Pavillons einiges lernen kann!

                                    

Ein wichtiger Event war die Ankunft von Carlitos, dem Sohn von Paty und Hernan, der ein Jahr in den USA gelebt hatte. Ihm sollte ich es dann auch verdanken, noch ein weiteres geniales Erlebnis verzeichnen zu können.

       

       

Note to myself: Männer mögen es nicht, wenn sie im Ping Pong reihenweise geschlagen werden ;)

Carlitos kam also am Samstag an, und bei fröhlichem Beisammensein mit seinen Freunden am Abend wurde ein Ausflug zur Laguna de Mojanda beschlossen. Abfahrt: Sonntagmorgen. Es wurde zwar Mittag, aber wir brachen schlussendlich auf (nachdem ich schon fast die Hoffnung verloren hatte). Wir wurden immer mehr Leute, bis wir schliesslich mit Sack und Pack den Weg in Angriff nahmen. Und es sollte sich lohnen! 

      

      

      

Nach einem leckeren Essen und einerkalten Nacht beschlossen wir am nächsten Tag, den Fuya-Fuya (4263 m.ü.M) zu besteigen. Für mich als Bergliebhaberin ein absoluter Traum! Der Moment, wenn die Wand aus Gras, Erde und Steinen einer Aussicht weicht, die ihresgleichen sucht, verschlug mir regelrecht die Sprache. Nach drei Stunden Aufstieg war das mehr als eine gerechte Belohnung!

       

       

Aber das war noch nicht alles: wir hatten das Glück, drei Adlern bei der Jagd zusehen zu dürfen! 
Noch immer bin ich völlig erfüllt von all diesen Bildern und Eindrücken, die ich nicht wieder vergessen werde. Die Ruhe und Zufriedenheit, die mich an diesem wunderbaren Ort überkam kann ich gar nicht in Worte fassen. Die Berge kombiniert mit dem Kratersee und der endlosen Weite, die man überblicken kann... Espectacular!

Entsprechend müde kamen alle wieder in Quito an, aber das Abenteuer sollte weitergehen! Schon am nächsten Tag war ein Ausflug nach Mindo an der Reihe. Um dem Verkehr des Carnaval auszuweichen nahmen wir einen "Schleichweg" durch den bosque húmedo, eine wunderschöne und unglaublich grüne Landschaft.

       

       

In Mindo spazierten wir durchs Dörfchen und wollten danach eigentlich zum Wasserfall - was sich aber als unmögliches Unterfangen herausstellte, da es einfach zu viele Leute hatte. Also begnügten wir uns mit dem Fluss, der zugegebenermassen ziemlich kühl war...

                                     

Danach wollte ich unbedingt noch in die Casa del Chocolate, wo ich eine Tour machte - nun weiss ich endlich, wie man die beste aller Süssigkeiten produziert! Der Guide erzählte uns die Geschichte der Schokolade und wir probierten die Frucht (hat nix mit Schokogeschmack zu tun), der getrocknete Kern , die kleinen Stückchen des Inhalts des Kerns und schliesslich das fertige Produkt - faszinierend!
Auch konnten wir die Schritte ansehen, von der Pflanze über die Fermentation, Röstung bis zur Verpackung.

        

        

        

        
   
Und der Brownie am Schluss war einfach himmlisch! Hat sich also voll und ganz gelohnt :D

Nun bin ich noch meine letzten Stunden am geniessen, alles am erledigen was noch sein muss (leider regnet es in Strömen) und versuche nicht ans bevorstehende Rucksackpacken zu denken.

Quito ist mir ans Herz gewachsen mit all seinen kaputten Strassen, verrückten Autofahrern und Bussen mit dröhnender Musik und stop-and-go Fahrweise, all die schönen Parks und Aussichten, das Essen und das ständig wechselnde Wetter und das Haus mitsamt Familie, und vor allem die Fundación mit den Kindern und Leiterinnen, die ich in der kurzen Zeit so gut kennengelernt habe. In meinem Gepäck habe ich ab jetzt zusätzlich viele viele gute Erinnerungen und Erfahrungen!

Und obwohl mir Abschiede nicht leicht fallen freue ich mich doch riesig auf den nächsten Teil meines Abenteuers: Peru!