Dienstag, 8. Mai 2018

Wunderbare Tage mit Mami und Papi

Eine knappe Woche nach der letzten Prüfung stand ein weiteres Highlight meiner Zeit in Kanada an: Mami und Papi kamen für knapp zwei Wochen! Ich holte sie am Flughafen ab und wir fuhren direkt in ein supertolles Airbnb in Downtown Vancouver.

Aussicht vom Airbnb

Erster Abend am English Bay Beach

Der zweite Tag war der UBC gewidmet, insbesondere weil ich noch alle meine Sachen zusammenpacken musste. Dennoch schafften wir es am Ende noch eine ordentliche Übersicht des Campus zu kriegen, inklusive Museum of Anthropology und Wreck Beach.

Glace von Rain or Shine
 
Danach hatten wir noch zwei weitere Tage in Vancouver, wir schauten uns die Stadt auf dem Lookout Tower von oben an, radelten durch den Stanley Park, besichtigten die verschiedenen Quartiere und brachten mit der Art Gallery sogar noch etwas Kultur in das Ganze. 

 
Velöle im Stanley Park
 
Takashi Murakami in der Vancouver Art Gallery

Ich genoss es wahnsinnig, Mami und Papi meine neu gewonnene Heimat (und momentan Lieblingsstadt) zu zeigen und mit ihnen auch neu zu entdecken!

Yaletown 

Der zweite Teil unserer gemeinsamen Zeit war für uns alle Neuland: Vancouver Island. Nach einer ordentlichen Zeit im Auto und auf der Fähre kamen wir in Victoria - übrigens die Hauptstadt von British Columbia - an, waren aber alle ein bisschen müde. Der einzige (!) Regentag war der volle Tag in Victoria, welchen wir dann mit Museum, "lädele" und relaxen (oder in meinem Fall meine Reise organisieren) im Hotel verbrachten.

Victoria

Der nächste Stop war Tofino, ein putziges kleines Surferstädtchen an der Westküste von Vancouver Island. Vier Nächte verbrachten wir in einer grosszügigen Cabin und konnten mental richtig gut entspannen. Wir können nun bestätigen, dass der Long Beach wirklich lang ist und ich habe auch wieder mal gemerkt dass ich Berge lieber als Untergrund mag als Sand, aber es war dennoch sehr schön. Wir haben eine Bear und eine Whale Whatching Tour gemacht - beide sehr erfolgreich - und hatten das Glück wunderbares Wetter und einen noch besseren Guide geniessen zu dürfen :D

Long Beach

Temperate Rainforest 

Long Beach ein bisschen später an diesem Tag

Gut ausgerüstet für die Touren auf dem Zodiac Boot

"Lug da isch en Wal" 

Sunset 

Zum Schluss übernachteten wir noch einmal in Vancouver bevor Mami und Papi wieder in den Flieger nach Hause einstiegen und ich meine letzten zwei Nächte in dieser wunderschönen Stadt bei Nikita, einer Freundin, verbrachte.

Ich bin bereit für die nächste Etappe!

Mittwoch, 18. April 2018

Bye Bye University of British Columbia

Es ist schon eine Weile her seit dem letzten Blogeintrag, was in erster Linie daran liegt, dass gerade die schulisch gesehen anspruchsvollste Zeit hinter mir liegt.
Nach einer tollen Woche kehrte Gabriel wieder nach Princeton zurück, und ich war damit beschäftigt, den verpassten Stoff aufzuarbeiten und gleichzeitig mit den aktuellen Vorlesungen auf dem Stand der Dinge zu bleiben. Ehe ich mich versah stand das Osterwochenende vor der Tür, alle bereit für tolle Ausflüge und Wochenendtrips während ich zuhause sass und meinen abschliessenden Report fürs Labor schreiben musste - ziemlich traurige Osterbeschäftigung....

Zum Glück waren doch nicht ganz alle weg, und so machten wir am Freitag an einem "Urban Chase" mit, was echt spassig war! Wir wurden in Vancouver von Ort zu Ort gelotst und mussten überall irgendwelche Challenges lösen. Wir haben zwar nicht gewonnen, aber mitmachen ist ja bekanntlich alles ;)

Team Timbits bei der finalen Challenge, am posen mit Artikeln des Sponsors RYU
Nach einem völlig einsamen Samstag, war am Sonntag immerhin Zoe mit mir zuhause und wir verbrachten den Tag lernend mit regelmässigen Pausen um zu kochen (wir haben zum ersten mal Eggs Benedict selbst gemacht) und backen (das Resultat ist im Bild unten zu bewundern)


Als ich dann am Sonntagabend anständig weit gekommen war entschloss ich mich dazu, den Ostermontag in Whistler zu verbringen - eine sehr gute Entscheidung! Wir drei Mädels hatten einen perfekten Tag erwischt mit viel Sonne aber genug kalt, dass der Schnee gut blieb :D


Und - jetzt kommt's - der letzte Schultag war bei uns schon der 6. April! Es kam mir schon ein bisschen komisch vor anstatt wie zuhause in der Mitte des Semesters schon am Ende angekommen zu sein. Als gebührenden Abschluss gingen wir noch an die sogenannte Block Party, organisiert von der AMS (Alma Mater Society). Schon am frühen Abend wurde getanzt und gefeiert bis dann kurz vor 22 Uhr alles wieder vorbei war.

Die Bühne der Block Party mitten auf dem Campus

Leider leider bedeutet das Ende des Semesters den Anfang der Prüfungsphase. Von der ETH gewöhnt an wochenlange Lernphase vor den Prüfungen, waren die mickrigen drei Tage hier doch etwas knapp bemessen (und ich dementsprechend gestresst). Ich bin ziemlich sicher, dass ich noch nie in meinem Leben so viele Stunden in so wenigen Tagen gelernt habe - es war gar nicht lustig. Doch wider erwarten habe ich es überstanden und bin gestern (Dienstag) in meine hochverdienten Ferien entlassen worden! Nun kann ich noch ein bisschen den Frühling hier in Vancouver geniessen, bevor dann nächste Woche Mami und Papi kommen :D


Sonntag, 25. März 2018

Eine Woche mit Gabriel :D

Drei Wochen nach meinem Besuch in Princeton hatte ich das Glück, Gabriel hier in Vancouver in Empfang nehmen zu dürfen! Spätabends kamen wir in Fairview an und freuten uns beide auf die gemeinsame Woche - für Gabriel Spring Break und für mich ein guter Grund nicht in die Vorlesungen zu gehen.

Der Sonntag begann gemütlich mit einem Cinnamon Bun im berühmten Grounds for Coffee, Einkaufen, kochen und noch ein bisschen lernen, denn der Montag brachte leider noch einen letzten Midterm mit sich. Am Abend spazierten wir zum Wreck Beach und genossen dort den Sonnenuntergang.





Als am Montag der Midterm geschafft war, brachen wir zum Lynn Canyon auf, um von dort die Wanderung Richtung Deep Cove in Angriff zu nehmen. Es war ein wunderschöner Tag, und am Schluss waren die Beine doch ziemlich müde! Da kam die selbstgemachte Pizza zum Abendessen mit Freunden gerade recht!

Der unglaublich grüne Wald in North Vancouver
Glücklich angekommen beim Quarry Rock

Nicht weniger spektakulär in kulinarischer Hinsicht ging es am Dienstag weiter, als wir uns auf Granville Island einen Lobster (lebend natürlich) kauften und am Abend dann in ein Dinner der Extraklasse verwandelten!

Gabriel mit Lobster (noch am Leben)

Sorry Lobster - immerhin war er echt lecker!
Wenn man Vancouver besichtigt, darf natürlich der Stanley Park nicht fehlen! Dieser Stand am Mittwoch nach einem leckeren Pancake Frühstück auf dem Plan. Unser Flanieren entlang der Seawall wurde sogar mit dem Beobachten zweier wilder Otter gekrönt!

Der Otter wagte sich in die Schusslinie der Kameras um sich seinen erbeuteten Fisch zu holen.
Glücklicherweise hatten wir die geplanten Outdoor Aktivitäten abgehakt, denn am Donnerstag regnete es unaufhörlich! Was macht man an einem solch tristen Tag? Richtig, man geht Mikrobrauereien besichtigen und findet sehr grosse Samples und nebenbei noch einen richtig leckeren Drink.

The Midori - ellenlange Zutatenliste und doch viel zu klein
Zurück in Fairview stand ein Potluck mit den Austauschstudenten an, wobei unser Beitrag die allseits beliebten koreanischen "Gemüsepuffer".

Am Freitag war nochmals ein bisschen Arbeitsstimmung am morgen, gefolgt von einem etwas ruhigeren Nachmittag mit Besuch im botanischen Garten.

Ich, sichtlich erfreut in den Baum zu passen
Als würdiger Abschlussabend kochten wir vegan Enchiladas mit Anne, ihrem Freund, Zoe und ihrer Schwester - ein richtiges Full House!
Den Samstag verbrachten wir noch mit etwas verdientem Faulenzen bevor Gabriel leider schon wieder zurück nach Princeton musste... Es war eine wunderbare Woche und ich freue mich schon, Gabriel in neun Wochen wieder zu treffen!

Donnerstag, 15. März 2018

Sonnige Tage in "Raincouver"

Nach der Auszeit in Princeton fühlte es sich schon fast ein bisschen komisch an, wieder in den Vorlesungen zu sitzen. Die erste Woche ging dementsprechend auch ein bisschen an mir vorbei - bis am Donnerstag eine Latin Party stattfand, die mich wieder aufweckte.


Dies war der Startschuss für doch überraschend aktive Wochen, in denen ich mich vermutlich ein bisschen mehr um die Uni hätte kümmern sollen...
Unter anderem ging ich mit meiner Mitbewohnerin Anne ins Crossfit schnuppern und es hat mich sofort begeistert! Sofort habe ich mich für ein sogenanntes CF101 angemeldet, wo ich die verschiedenen Übungen genau und technisch korrekt erlerne. Mittlerweile bin ich schon vier Mal gegangen und der Muskelkater ist nach jedem Mal schlimmer :P

Aber auch sonst habe ich einiges erlebt!  Zum Beispiel einen Swing Social Dance, das war echt top! Ein totaler Mix von schwarz bis weiss, jung bis alt und Anfänger bis Pro - jeder hat mit jedem getanzt und es hat richtig Spass gemacht.


Auch mit dem Kochen bleibe ich dran, hier gabs Pilzrisotto mit der altbekannten ETH Fraktion aus unserem UBC-Freundeskreis.


Die folgende Woche war dann ein bisschen Midterm-bestimmt, sofern ich mich darum gekümmert habe und nicht lieber Sushi essen ging mit den Mädels. Aber gibt es denn einen besseren Zeitpunkt um mit Freundinnen essen zu gehen als am International Women's Day?? Ich glaube nicht!


Am Wochenende zeigte sich Vancouver dann von seiner allerschönsten Seite mit einem (hoffentlich anhaltenden) Frühlingsanbruch. Bei diesem Wetter konnte man gar nicht anders, als so viel Zeit wie möglich an der frischen Luft zu verbringen.

Spaziergang im Pacific Spirit Park
Auf dem Blackcomb Mountain am bisher schönsten Tag in Whistler
Ein weiterer Spaziergang, hier gerade bei Spanish Banks
Als grandioser Abschluss einer kurzen Phase wunderbaren Wetters waren wir am Montag Abend noch am Wreck Beach um uns den Sonnenuntergang anzusehen. Es war zwar einiges kälter als ich erwartet hätte, nachdem ich (der Obergfrörli) den Tag durch im T-Shirt rumgelaufen bin, aber es hat sich absolut gelohnt:


Ein weiterer Höhepunkt steht schon sehr bald an: Gabriel kommt mich in seinen Ferien besuchen! Eine Woche werden wir zusammen Vancouver erkunden und die Zeit zusammen geniessen, bevor dann der Schlussspurt (könnt ihr das glauben, dass ich hier schon von Schlussspurt spreche?!?) des Semesters mit anschliessenden Prüfungen ansteht.

Montag, 26. Februar 2018

Reading Week

Kaum zu glauben, dass die Hälfte des Semesters schon vorbei ist, wenn das Schweizer Pendant gerade erst begonnen hat. Und mit dem Ende der Hälfte des Semesters steht eine wohlverdiente Woche Ferien an, obwohl sie hier ironischerweise reading week heisst, was einem ein leicht schlechtes Gewissen bescheren soll wenn man nicht brav in der Bibliothek sitzt und sich auf die nächsten Wochen des Studiums vorbereitet...

Am Donnerstag vor den Ferien habe ich mit dem vierten Midterm 50% der Midterms überschritten, und konnte am Abend deswegen entspannt unser "International Dinner" geniessen. In passenden Gruppen brachten wir verschiedenste Köstlichkeiten aus unseren jeweiligen Heimatländern - ein regelrechtes Festessen! Der Einfachheit halber wurden die Schweiz und Liechtenstein zusammengefasst und wir brachten eine gute alte Apfelwähe mit, die echt lecker war :D

Das Resultat der schweizerisch-liechtensteinischen Zusammenarbeit

Das Wochenende wurde dann etwas arbeitsamer, da ich noch einen Laborbericht abgeben musste - in meinem Fall startete die Woche also eher als writing week. Am Montagabend war diese Aufgabe erledigt und ich war vogelfrei und konnte mich auf meinen Besuch bei Gabriel in Princeton vorzubereiten. Ach ja, ein Abenteuer erlebte ich auch noch als sich ein wunderschöner Weg entlang dem Campus Strand plötzlich verdünnisierte und ich mich mehr oder weniger über Stock und Stein und durchs Dickicht kämpfen musste... Aber mir als Pfadfinderin machen solche Sachen eben Spass, und die Natur war wirklich toll!


Beide Bilder entstanden am selben Tag etwa 2km voneinander entfernt

Off to Princeton University!
Am Mittwoch um 03.45 Uhr riss mich der Wecker aus dem Schlaf, nur damit ich dann als einzige für fast eine Stunde am Gate warten konnte - naja. Nach einer doch ziemlich langen Reise wurde ich nach zwei Monaten ohne einander von Gabriel in Empfang genommen und ich war sehr müde aber auch sehr glücklich!

Unser erster gemeinsamer Zmorge im Small World Café

Beer Tasting - sogar gratis!

Bei diesem Anblick schmerzt es einen echten Schweizer Käseliebhaber als ob er selbst mit dem Messer malträtiert worden wäre... Der Käse war aber sehr lecker!

Wir verbringen unsere gemeinsamen Tage ohne grosse Sprünge, geniessen aber das Beisammensein in vollen Zügen. Es war einfach schön mit Gabriel und auch Gloria wieder so vertraute Menschen um sich zu haben!

weltumspannendes Geplauder mit David (Sydney)

Brunch am Samstag mit Gabriel, Edu, Gloria und Silvia
Brunch am Sonntag mit SCHOKOBRUNNEN!!

Aufregend wurde es erst am Sonntag wieder, als der Flug von Newark nach Ottawa verspätet ankam (zusammen mit sechs anderen Flugzeugen) und ich erst noch rausgepickt wurde weil ich als Studentin nur mit eTA und nicht mit Study permit reiste (hat dann aber doch geklappt). Ende gut alles gut, ich erwischte den Anschluss und wir sind erst noch verfrüht in Vancouver angekommen! Bei dieser Gelegenheit ist mir aufgefallen, dass sich die Fairview Student Residence inzwischen wirklich nach meinem Zuhause anfühlt :)

Schwuppdiwupp, schon ist die Ferienwoche wieder vorbei und es geht los mit Semester Part II, weswegen die nächsten zwei drei Wochen auch wieder etwas langweiliger/arbeitsintensiver werden. Aber schliesslich bin ich ja zum studieren hier... oder so ;)

Montag, 12. Februar 2018

The Rockies Explorer Trip

Wie nutzt man ein langes Wochenende besser als mit einem Trip in die Kanadischen Rocky Mountains? Ich weiss es auch nicht - insbesondere bei diesem einmaligen Wetter! Also los geht's auf den "The Rockies Explorer PLUS" Trip mit der Organisation West Trek.
Die ganze Angelegenheit war mit ziemlich viel Busfahren verbunden, die Route könnt ihr unten sehen :)



Am Freitag Morgen um 7.00 Uhr ging los, über Stopps in Hope und Kamloops nach Revelstoke.
Als wir von dort aus weiterfahren wollten, stellte sich und eine Lawine in den Weg und wir mussten wieder zurück. Nach einigem Hin und Her und warten auf Strassenräumungsupdates mussten wir uns geschlagen geben und unser Tourguide Erin musste so auf die Schnelle eine neue Unterkunft für 50 Leute finden. Sie hat die Herausforderung gemeistert und so konnten wir nach einem langen Tag im Bus in ein erstaunlich bequemes Bett fallen.
Von unserem Grüppchen an Austauschstudenten waren zehn mit dabei, und weil genau fünf Mädels und fünf Jungs dabei waren und immer vier Leute im selben Zimmer waren, teilte ich mir meines mit einer Italienerin, einer Japanerin und einer Taiwanerin. Fun Fact: ich war die grösste von uns vieren ;)

Darf ich vorstellen: die Lawine, die uns den Weg versperrte

Morgenstimmung im Motel

Am Samstag hatten wir dementsprechend einiges an Strecke und Aktivitäten vor uns. Das erste Highlight war die Kicking Horse Gondola, welche uns eine atemberaubende Sicht in die Rocky Mountains bescherte!


Die vier ETHler unserer Gruppe
Nach der Aussicht ging es direkt weiter an den Emerald Lake, der anscheinend eine wahnsinnig schöne Farbe hat - für uns war es weiss, da vereist und zugeschneit. Am Emerald Lake war ich auch auf dem übelst riechenden Klo aller Zeiten, von wegen in der Kälte stinkt es nicht so sehr!

Das Gruppenbild habe ich wegen Klobesuchs verpasst, aber ein Einzelbild gabs doch noch :)
schöne Sicht aus dem Bus
Ruck Zuck fuhren wir auch schon weiter, immer leicht dem Zeitplan hinterher hinkend aber dank des Sonnenscheins sehr guter Laune. Der nächste Stopp war das Mount Norquay Ski Resort, wo wir Nachtskifahren konnten. Nach einem leichten Anflug von Enttäuschung, weil die Pisten doch sehr anfängertauglich waren kam uns die zündende Idee: wir fahren einfach rückwärts den Hang runter! Es entpuppte sich als gar nicht mal so einfach, aber schon nach kurzer Zeit konnte ich einen ganz ansehnlichen Fortschritt vorweisen :D


Wer jetzt gedacht hat, der Tag sei zu Ende liegt weit daneben! Nach dem Einchecken und einer schnellen Dusche in Banff, zogen wir los um die Ortschaft unsicher zu machen. Nach ein paar gefährlich günstigen Drinks und (natürlich) gewonnenen Töggelimatches fanden wir in dem vermutlich einzigen Club Banffs ein und tanzten noch bis mich die Vorahnung des Weckers am nächsten Morgen einholte.

Das Hotel in Banff offerierte glücklicherweise ein sehr leckeres Frühstück, so waren wir gut gerüstet für den nächsten Tag mit vollem Programm. Den Start machten Two Jack and Minnewanke Lake, die ich vor lauter Kälte kaum geniessen konnte - wir waren bei ungefähr -13 Grad Celsius angekommen. Zudem muss ich sagen, dass die Seen vermutlich im Sommer noch ein bisschen spektakulärer wären. Schön sind sie aber auch im Winter :)

Two Jack Lake
Minnewanka Lake (mit Alba und David)
Auf dem Weg durften wir noch "elks" eine Nordamerikanische Hirschart bestaunen
Leicht durchgefroren kamen wir schliesslich nahe Banff bei den Hot Springs an. Die ersten paar Schritte in den 39 Grad warmen Pool verursachten einen üblen Kuhnagel, aber danach wars angenehm. Für etwa zehn Minuten, dann begann ich mich zu fühlen wie ein Ei das gekocht wird (mein Blutdruck wurde auch unter Probe gestellt, hat die Prüfung aber erfolgreich gemeistert).
Zurück in Banff genossen wir unser wohlverdientes Mittagessen. Auch bei Tag ist Banff wirklich ausserordentlich hübsch und sehr zu empfehlen!

Die ursprünglichen Hot Springs wurden zur ersten Tourismus Attraktion in Banff
Die Hauptstrasse in Banff mit pittoreskem Hintergrund
Nach der Verpflegung fuhren wir zum Johnston Canyon, der mit gefrorenen Wasserfällen lockt. Nachdem wir zum Lower Fall spaziert sind, kam uns die geniale Idee, wir könnten auch noch zum grösseren gehen... oder eher rennen, weil die Zeit ziemlich knapp war. So wandelte sich der Spaziergang mir nichts dir nichts in ein ausgewachsenes Workout um - wir wurden belohnt mit einem ziemlich eindrücklichen Wasserfall. (ist ein Wasserfall immer noch ein WasserFALL wenn er sich nicht bewegt?)

Upper Fall - Leute rechts im Bild als Grössenvergleich
Die Crew, leicht ausser Atem aber happy
Mit dem Lake Louise stand noch ein weiterer See auf der Liste. Dies ist allerdings ein besonderer: Laut National Geographic, ist es der meistfotografierte See der Welt. Wir konnten auf dem Natureis Schlittschuh laufen bis uns alles einfror (Stand: -17 Grad). Spass hat es dennoch gemacht, auch wenn mein Durchhaltevermögen von der ganzen Kälte schon ein bisschen geschwächt war.





Im Bus konnten wir uns wieder ein bisschen aufwärmen und uns endlich auf die Mountain View Cabins in Golden freuen, in welchen wir eigentlich schon die erste Nacht hätten verbringen sollen. Und ich habe mich sofort in sie verliebt! Einfach schnuckelig :D Am Campfire gabs noch S'mores (Graham Cracker mit Schokolade und geschmolzenem Marshmellow in der Mitte, ich liebe es!) und einen Schneeschuhspaziergang. Bei letzterem hatten wir freie Sicht auf den Wolkenlosen Sternenhimmel. Es war schlicht und einfach traumhaft!
Auch heute (Montag) Morgen war die Stimmung wunderbar, die Sonne tauchte die umliegenden Berge in die schönsten Farben... Nebenbei verzeichneten wir auch noch die Rekordtemperatur des Trips mit -24 Grad Celsius. Das ist sehr kalt. So kalt, dass die Tür unseres Cabins einfror und wir von aussen gerettet werden mussten, und dass die Luft beim Atmen sogar im Bus kondensierte am Anfang! Dennoch, diese Sicht war alles wert:




Schliesslich verbrachten wir den restlichen Tag wieder mit dem ein oder anderen Halt im Bus, bis wir nach eineren weiteren Busfahrt bis zur UBC wieder im schönen warmen zuhause ankamen :) Es war ein wirklich tolles Wochenende mit einer guten Truppe und genialen Landschaften!